Spielvereinigung Neckarelz e.V.

Donnerstag, 22. Juni 2017
Transfusion und Infusion notwendig
Donnerstag, den 08. Oktober 2015 um 14:10 Uhr    PDF Drucken

Grußwort von Präsident Dr. Thomas Ulmer

Liebe Zuschauerinnen und Zuschauer, in der Medizin versucht man, bei Blutleere durch Bluttransfusion, Vitamin-B-Injektionen und Eiseninfusionen wieder mehr Lebendigkeit in den Körper zu bringen. Im Sport zählt zumindest Ersteres als Doping. Nach 11 Spielen und 7 Punkten, also einer Ausbeute von weniger als einem Punkt pro Spiel, müssen wir gegen Hessen Kassel dringend nachlegen, um nicht vollends den Anschluss zu verlieren. Wir haben in Saarbrücken wieder schön mitgespielt, aber der Fluch der Kleinigkeiten hat uns voll getroffen. Beim ersten Tor war es Teilnahmslosigkeit, die aus keiner Chance ein Tor für Saarbrücken werden ließ, dem zweiten Tor ging ein Foul an Benni Schäfer voraus. Der Rest ist Makulatur.

Dieses Phänomen zieht sich wie ein roter Faden durch die gesamte Saison. Wir halten mit, nutzen unsere hundertprozentigen Chancen nicht und gehen ohne Punkte vom Platz. Wären wir unterlegen, würde ich das akzeptieren, aber so ist es zum Verzweifeln.

Wilhelm Busch hätte gesagt: „Höchst fatal bemerkte Schlich, dieses Mal wohl auch für mich.“ Es hat aber auch keinen Wert, wie „Hans Huckebein, der Rabe“ sich im Likörglas zu ersäufen. Oder wie Max und Moritz die Brücke anzusägen.

Es gilt, Woche für Woche neu zu starten. Mit der Devise, beim Anpfiff hast Du noch einen Punkt. Wir wollen nicht absteigen. Wir haben jahrelang gekämpft, aus dem Nirvana in die Landesliga zu kommen. Wir haben hart gearbeitet und waren bis in diese Runde auch nicht vom Pech verfolgt. Sicher sind wir selbst schuld an der jetzigen Situation, nicht der Gegner verliert unsere Spiele, sondern wir selbst.

Es ist mir auch klar, dass wir vom Umfeld und vom Potential her uns nicht messen können mit Fußballhochburgen wie Saarbrücken oder Offenbach, dass wir an die Zuschauerzahlen vom Waldhof auch nicht herankommen. Ein Spitzenspiel beim SV Waldhof Mannheim bringt mehr Zuschauer als bei uns die ganze Runde. Es ist mir klar, dass wir nur über den Kampf und den bedingungslosen Einsatz zurück kommen können. Das fordere ich von allen Akteuren. Leidenschaft im Kampf, nie aufgeben, immer wieder angreifen, wie Sylvester Stallone in Rocky. Wie David gegen Goliath.

Unser Gegner Hessen Kassel ist einer der Großen in der Liga, der in dieser Saison wieder Ambitionen hat, vorne mitzumischen. Am Dienstag ging allerdings das Heimspiel gegen Eintracht Trier verloren, so dass die Männer von Trainer Mink jetzt schon unter Druck stehen. Das macht die Situation für uns nicht leichter. Setzen wir alles daran, jetzt zu punkten.

Es gibt auch Erfreuliches aus Neckarelz zu berichten: die Zweite Mannschaft schlägt sich sehr gut in der Landesliga, die Jugendmannschaften, auch die B- und C-Jugend in der Oberliga, können mithalten und kämpfen sehr gut gegen etablierte Gegner. Hier wachsen unsere Spieler von morgen heran. Lassen Sie mich schließen mit einem herzlichen Willkommen an alle, die den Weg ins Elzstadion gefunden haben, Schiedsrichter, Betreuer, Trainer, Spieler, Helfer, Sicherheitskräfte.

Zum Spiel: Hier müssen wir wieder die von uns so geliebte Fantrennung durchführen … Getrennte Wurst, getrennte Getränke, Dixis, Sicherheitskräfte. Ich zähle auf die Gäste aus Kassel, dass all das unnötig ist. Wir haben bisher mit Ihnen immer fröhliche Fußballfeste gefeiert. Lasst uns ein schönes Spiel erleben. Ich baue auf Euch und habe keine Zweifel daran.

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